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Selbst auf die Gefahr hin, hiermit etwas anzusprechen, was allgemein bekannt ist, so ist der Verzehr selbst auch eine wichtige Station in der Nährstoffbilanz. In unserem hektischen Alltag, in dem viele durch alles möglich abgelenkt sind – besonders von sich selbst – gilt Essen nicht selten als lästige Pflicht. Nahrungsaufnahme. Eine Haltung, die nicht selten eine Ursache für Nährstoffmängel ist.

 

Entsprechend wird Essen dann auch gerne geschlungen, wenig oder sogar teilweise so gut wie gar nicht gekaut und runtergeschluckt. Wer sich aber bewusst(er) ernähren und genießen möchte, ist gut beraten, auch ordentlich zu kauen. Zum einen entfalten sich erst durch ausgiebiges Kauen bestimmte Geschmacksstoffe, zum anderen wird durch den Speichel ein wichtiges Enzym freigesetzt, das zur Aufspaltung von Kohlenhydraten notwendig ist. Das ist nicht zuletzt ein Grund, warum zu Suppen und Eintöpfen Brot als eine wichtige Beilage gilt. Abgesehen von den Nährstoffen im Brot selbst, sorgt es dafür, dass auch (sehr) flüssige Speisen ausreichend gekaut und mit Speichel versorgt werden.

„Der Speichel enthält ein kohlenhydratspaltendes Enzym, das Ptyalin (eine Amylase), die bei intensivem, langen Kauen mit der Spaltung der Stärkemoleküle beginnt. Der Magen produziert keine Enzyme für den Kohlenhydratabbau.“, schreiben die Autoren des Burgerstein Handbuch Nährstoffe.

Besonders gut eignen sich hier Brotsorten aus Vollkorn, vorzugsweise mit ganzen Körnern bedeckt und durchsetzt, die zu ausgiebigem Zerkleinern anregen. Auch Nüsse sind leckere, reichhaltige und sinnvolle Ergänzungen im Brot.

Ein Nebeneffekt des ausgiebigen Kauens ist, dass man automatisch weniger isst. Es gibt dem Körper die Chance zu registrieren, dass er satt ist. Ein klassisches sich „Überfressen“, also das schwere oder im Extremfall sogar schmerzhafte Gefühl, der Magen ist hoffnungslos überfüllt, wird zumindest unwahrscheinlicher und schließt sich so gut wie aus, wenn es sich um rein pflanzliche Ernährung handelt. Mit ausgiebigem Kauen ist es zumindest schwieriger (außer vielleicht durch gezieltes Mehressen) ein solches Gefühl zu haben. Was hier zusätzlich hilft ist, das Essen nicht zu heiß zu servieren. Natürlich kann im Zweifel ordentlich gepustet werden. Das aber erfordert Geduld, die verständlicher Weise nur bedingt vorhanden, wenn der Hunger akut ist und durch heftiges Magenknurren auf sich aufmerksam macht.

Nicht zuletzt ist es wichtig, auf das zu hören, was der Körper uns sagt und nur dann zu essen, wenn er wirklich Hunger signalisiert. Und wenn er Hunger hat, ist es wichtig zu essen, worauf wir Lust haben. Selbst wenn das Süßes oder Fetthaltiges ist. Solange es gesunde Süße und Fette sind, die wir dann zu uns nehmen, ist dagegen nichts einzuwenden.

Das schließt raffinierten Zucker und industriell erzeugte Fette selbstredend kategorisch aus.

 

Kumin

Kumin

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Das auch als Kreuzkümmel bekannte Gewürz könnte man auch als eine Art Aushängeschild an der Eingangstür zum Orient bezeichnen. Sein unverkennbares, sowohl olfaktorisches, als auch geschmackliches Aroma erinnert unwillkürlich an ferne Länder aus tausend und einer Nacht.

 

Schnittlauch

Schnittlauch

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Der Schnittlauch fristet ein eher unbeachtetes Dasein, hier und da in Saucen oder Salaten verwendet, obwohl er nicht nur so manchem Gericht die entscheidende Note verleiht, sondern auch mit seiner Heilwirkung in Erstaunen versetzt.

 

Fett

Fett

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Bei Fett wird unterschieden zwischen gesättigten (z.B. Cholesterin), einfach ungesättigten (Omega-9) und mehrfach ungesättigten (Omega-3 sowei Omega-6) Fettsäuren. Wobei das offensichtliche Fett in der „normalen“ Ernährung nur etwa 50-60% des insgesamt enthaltenen ausmacht. Viel so genanntes „verstecktes“ Fett wird über Fleisch, Fleischwaren, Milch und Milchprodukte, aber auch über Alkohol aufgenommen.

 

Sauer vs. basisch

Sauer vs. basisch

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Eine Erfahrung, die viele machen ist, dass der Körper resensibilisiert, je gesünder und bewusster ein Mensch sich ernährt. Lebensmittel, die früher scheinbar problemlos gegessen werden konnten, werden ab einem bestimmten Punkt der Umstellung rigoros abgelehnt, da der Körper den Raum und das Recht bekommt, darauf aufmerksam zu machen, was er braucht und was gut für ihn ist. Er zeigt damit nicht zuletzt, wie sehr wir ihn oft vorher dazu zwingen, Dinge zu vertragen, die ihm eigentlich nicht guttun.