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Eine Erfahrung, die viele machen ist, dass der Körper resensibilisiert, je gesünder und bewusster ein Mensch sich ernährt. Lebensmittel, die früher scheinbar problemlos gegessen werden konnten, werden ab einem bestimmten Punkt der Umstellung rigoros abgelehnt, da der Körper den Raum und das Recht bekommt, darauf aufmerksam zu machen, was er braucht und was gut für ihn ist. Er zeigt damit nicht zuletzt, wie sehr wir ihn oft vorher dazu zwingen, Dinge zu vertragen, die ihm eigentlich nicht guttun.

 

Insbesondere saure Lebensmittel und Zutaten bzw. solche, die zu Übersäuerung führen, sind es, die er nicht mehr akzeptiert. Ein Beispiel hierfür ist Brot, Fleisch, aber vor allem Ei und Käse. Bei Käse gilt die Faustregel: je frischer, je weniger säuernd. Die mit Abstand säuerndsten Varianten sind Hartkäse und da besonders der Parmesan. Bei Eiern ist es vor allem das Eigelb, das in der obersten Liga der Säurungskandidaten mitspielt. Auch Brot wirkt auf den Säure-Basen-Haushalt säuernd. Je mehr Vollkorn, je säuernder. Wobei Hildegard von Bingen in ihrer Heilkunde dem Dinkel eine wichtige Bedeutung beigemessen hat, da durch ihn - laut ihrer Lehre - die Menschen von innen heilen.

Kurioser Weise sind es nicht die Lebensmittel, die sauer schmecken und sauer sind. Zitronen zum Beispiel sind basisch, genauso wie Essig und Wein. Der Verzehr von Fleisch und Milchprodukten beispielsweise wirkt nicht zuletzt deswegen auf den Körper säuernd, da sie viele schwefelhaltige Aminosäuren, aber auch Eiweiße, wie Kasein enthalten. Um diese Bestandteile verdauen zu können, muss der Körper viel Säure erzeugen.

Natrium und Chlorid können auf den Körper ebenfalls überdosiert säuernd wirken, so sehr sie im Salz auch, in Kombination mit Wasser, Säure-Basen-regulierend wirken. Da Salz dem Körper Wasser entzieht (bzw. es in der Wechselwirkung bindet), unterstützt es bei der Säuerung vor allem bei Menschen, die tendenziell zu wenig (stilles) Wasser trinken.

Wenn der Körper übersäuert ist, kann er die Nährstoffe, die ihm zugeführt werden, schlechter bis gar nicht aufnehmen, da die Zellen die Eingangstüren in ihr Inneres verschießen, um sie vor der Säure zu schützen. Die Nährstoffe werden dann im Zweifel unverwertet wieder ausgeschieden. Der Körper braucht dann einen nicht unerheblichen Teil seiner (Stoffwechsel-)Energie, um die Säure auszugleichen. Das führt nicht selten zu Symptomen wie Müdigkeit und allgemein eingeschränkter Vitalität. Hält dieser Zustand über längere Zeit an, werden die Symptome noch gravierender.

 

"Keine Krankheit kann in einem basischen Milieu existieren – nicht einmal Krebs!“

Dr. Otto Wartburg, Träger des Medizinnobelpreise 1931

 

Knoblauch, Grassäfte und auch einige Wildkräuter, wie etwa der Bärlauch, Kamille oder besonders die Petersilie, helfen dem Körper dabei, das Blut zu reinigen und Säure auszugleichen, also zu neutralisieren.

Die folgende Tabelle zeigt einen Auszug häufig verzehrter Nahrungsmittel in ihrer Wirkung auf den Säure-Basen-Haushalt. Die Angaben erfolgen in Milliäquivalenten pro 100 g (mEq). Nahrungsmittel mit negativem mEq haben einen basenbildenden, Nahrungsmittel mit positivem mEq einen säurebildenden Effekt. 

 

Säurebildende Lebensmitel

      mEq      

Basenbildende Lebensmittel   

      mEq      

Bier (hell) 0,9 Apfelsaft (naturbelassen) -2,2
Cola 0,4 Bier (Pils) -0,2
Pumpernickel 4,2 Bier (dunkel) -0,1
Roggenbrot 4,1 Espresso (Aufguss) -2,3
Roggenmischbrot 4,0 Früchtetee, grüner Tee (Aufguss) -0,3
Vollkornbrot 5,3 Kräutertee -0,2
Weißbrot 3,7 Kaffee (Aufguss) -1,4
Weizenmischbrot 3,8 Gemüsesaft (Tomate, Rote Beete) -3,6
Amaranth (Samen) 7,5 Mineralwasser (still) -1,8
Buchweizen 3,7 Tafelwasser (oft mit Kohlensäure) -0,1
Cornflakes 6,0 Möhrensaft -4,8
Dinkel 8,8 Orangensaft (ungesüßt) -2,9
Gerste 5,0 Rotwein -2,4
Grünkern 8,8 Weißwein -1,2
Haferflocken 10,7 Traubensaft -1,0
Hirse 8,6 Tomatensaft -2,8
Mais 3,8 Zitronensaft -2,5
Reis (geschält und gekocht) 1,7 Kefir 0,0
Roggenmehl 4,4 Molke -1,6
Roggenvollkorn 5,9 Auberginen -3,4
Weizenmehl 6,9 Blumenkohl -4,0
Weizenvollkornmehl 8,2 Broccoli -1,2
Eiernudeln 6,4 Chicorée -2,0
Spätzle 9,5 Eisbergsalat -1,6
Vollkornnudeln 7,5 Essiggurken -1,6
Butterkäse (50% Fett i. d. Tr.) 13,2 Feldsalat -5,0
Buttermilch 0,5 Fenchel -7,9
Camembert 14,6 Grünkohl -7,8
Cheddar (fettreduziert) 26,4 Gurke -0,8
Edamer 19,4 Karotte -4,9
Eigelb 23,4 Kartoffeln -4,0
Eiweiß 1,1 Knoblauch -1,7
Emmentaler (45% Fett i. d. Tr.) 21,1 Kohlrabi -5,5
Frischkäse 0,9 Kopfsalat -2,5
Gouda 18,6 Lauch (Poree) -1,5
Hartkäse 19,2 Paprika -1,4
Hühnerei (komplett) 8,2 Pilze -1,4
Hüttenkäse 8,7 Radieschen -3,7
Kondesnmilch 1,1 Rosenkohl -4,5
Kuhmilch (1,5% Fett) 0,7 Ruccola -7,5
Naturjoghurt (Vollmilch) 1,5 Sauerkraut -3,0
Parmesan 34,2 Sellerie -5,2
Quark 11,1 Sojabohnen (Samen) -3,4
Sahne (frisch und sauer) 1,1 Sojamilch -0,8
Schmelzkäse 28,7 Spargel -0,4
Vollmilch (3,5% Fett, pasteurisiert) 0,7 Spinat -14,0
Weichkäse 4,3 Tofu (gedämpft) -0,8
Bierschinken 8,3 Tomaten -3,1
Corned Beef (Dose) 13,2 Zucchini -4,6
Ente (ganz, mit Fett und Haut) 4,6 Zwiebeln -1,5
Ente (nur Muskelfleisch) 8,3 Grüne Bohnen -3,1
Hühnerfleisch 8,7 Äpfel -2,2
Kalbfleisch 9,0 Bananen -5,5
Kanninchen (nur Muskelfleisch) 19,0 Birnen -2,9
Lammfleisch (mager) 7,6 Erdbeeren -2,2
Leber (Rind) 15,4 Feigen (getrocknet) -18,1
Rindfleisch (mager) 7,8 Orangen -2,7
Salami 11,6 Rosinen -21,0
Schweinefleisch (mager) 7,9 Zitronen -2,6
Forelle (gedämpft) 10,8 Apfelessig -2,3
Garnelen 18,2 Basilikum -7,3
Hering 7,0 Petersilie -12,0
Krabben 15,5 Schnittlauch -5,3
Lachs 9,4 Weinessig / Balsamico -1,6
Rotbarsch 10,0 Olivenöl / Sonnenblumenöl 0,0
Schrimps 7,6 Marmelade -1,5
Sternanis

Sternanis

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Den Sternanis kennen viele besonders aus der weihnachtlichen Zeit und dort vor allem im Kontext Backen oder Glühwein. Zum Kochen wird er hingegen vornehmlich in der asiatischen Küche verwendet. Dort gilt er als aromaspendender Zusatz besonders in Brühen, um aus diesen Suppen zuzubereiten.

 

Meerrettich

Meerrettich

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Die Wurzel des Meerrettichs wird als Gemüse oder als Gewürz, aber auch in der Pflanzenheilkunde verwendet. Wird sie gerieben, verbreitet sie einen stechenden Geruch, der zu Tränen reizt.

 

Liebstöckel

Liebstöckel

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Die in unseren Breitengraden vor allem als Maggikraut bekannte Pflanze, die in der neutraditionellen, deutschen Küche fast zum Standardrepertoire gehört, wirkt wohltuend auf den Organismus und enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe.

 

Dezember

Dezember

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Die dunkelste Zeit im Jahr, die auf die Wintersonnenwende und damit auf den kürzesten Tag zusteuert, um dann im Weihnachtsfest zu münden. In der Regel begleitet von allerlei Backwerk und Glühwein, um den Schatten des Winters mit süßen Gaumenfreuden entgegenzutreten und die triste Stimmung nicht in das eigenen Innere einzulassen.