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In den letzten Jahren tauchen Begriffe, wie die so genannten „freien Radikale“ und Antioxidantien, als Maßnahme gegen diese „freien Radikale“, in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr auf. Doch was genau sind „freie Radikale“? Wie entstehen sie und warum sind sie so gefährlich? Und was kann man wirklich gegen sie tun?

 

„Freie Radikale“ sind sauerstoffhaltige Moleküle, die gefährlich instabil sind, weil ihnen in ihrer chemischen Struktur ein Elektron fehlt. Somit sind sie strukturell unvollständig. Also suchen sie nach einem passenden Elektron, um sich zu vervollständigen.

„Freie Radikale“ gehen dabei sehr „aggressiv“ vor und entreißen dem nächstbesten intakten Molekül (z. B. Molekülen der Zellmembran, Proteine oder der DNA) das von ihm benötigte Elektron. Dieser Elektronen-Raub wird Oxidation genannt. Das vielleicht gängigste Alltagsbeispiel für diesen Vorgang ist das Rosten. Er illustriert auch sehr einfach verständlich, was diese Situation so gefährlich macht.  Da Oxidationen – sobald sie das erträgliche Ausmaß übersteigen - den Körper in vergleichbarer Weise belasten, spricht man von oxidativem Stress. „Freie Radikale“ sind also sehr „aggressive“, oder besser reaktionsfreudige Stoffwechselbestandteile, die zum Teil irreversible Schädigungen wichtiger Zellstrukturen verursachen können. Übersteigen diese Schäden ein kritisches Maß, können sie durch körpereigene Reparaturmechanismen nicht mehr ausgeglichen werden. Das Ergebnis ist im äußersten Extremfall die Schädigung des Erbmaterials – also der DNA/RNA. Diese Schädigung gilt als eine der Hauptursachen für die Zellalterung. Bei irreversiblen Veränderungen (Mutationen) kann es fortan zu „Kopierfehlern“, also mutagenen sowie cancerogenen Prozessen kommen und somit die Entstehung von Krebs fördern.

„Freie Radikale“ greifen demnach massiv in unseren Zellstoffwechsel ein und schädigen unsere Gewebe sowie unsere Organe. Sie sind zu einer ernsten Gesundheitsbedrohung geworden, denn sie sind laut der Medizin mit verantwortlich für die häufigsten Todesursachen: Herzerkrankungen, Krebs und Alzheimer.

Konkret äußern sich diese Schäden durch „freie Radikale“ beispielsweise in einer faltigen und grauen Haut, der jede Spannkraft fehlt, in Venenschwäche und Krampfadern, da sie auch die Blutgefäße schädigen können. Letzteres kann sich außerdem in Bluthochdruck und anderen Herz-Kreislauf-Problemen äußern. Werden die feinen Gefäße der Augen beeinträchtigt, kommt es dort zu Degenerationen und einer reduzierten Sehkraft. Greifen die „freien Radikale“ die Gefäße des Gehirns an, kann das über kurz oder lang zu einem Schlaganfall  führen. Sind die Nerven im Gehirn Ziel der Attacken, dann verschlechtert dies die mentale Aufmerksamkeit und kann Demenz begünstigen.

Die schlimmste Symptomatik zeigt sich allerdings vor allem, wenn die DNA der Zellen von „freien Radikalen“ beschädigt wird und die Zelle entartet. Wenn nun der Körper nicht in der Lage ist, die körpereigenen Schutzmechanismen zu aktivieren und die beschädigte Zelle nicht aus dem Verkehr ziehen kann, vermehrt sich diese und es entsteht Krebs.

 

Wie helfen Antioxidantien?

Nur ein Antioxidant (auch Radikalfänger genannt) kann die Kettenreaktionen der freien Radikale unterbrechen und auf diese Weise Zellschäden abwenden.

Antioxidantien geben freiwillig Elektronen ab und schützen hierdurch die Zellen. Sie werden selbst nie zu einem „freien Radikalen“ bzw. – nachdem sie ein Elektron abgegeben haben - sofort wieder in ihre antioxidative Form gebracht und sorgen auf diese Weise für ein abruptes Ende der gefährlichen Kettenreaktion. Die Voraussetzung hierfür ist eine ausreichende Versorgung mit diesen Helfern.

Die bekanntesten Antioxidantien sind Vitamine. Besonders die Vitamine C, E und A, sowie Betacarotin (Provitamin A). Aber auch Mengen- und Spurenelemente wie Zink, Selen, Kupfer und Magnesium, sowie einige der Aminosäuren wirken antioxidativ. Besonders wichtig ist, dass alle Antioxidantien gleichzeitig in genügender Menge vorhanden sind. Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Regeneration und erleichtern die Prozesse der jeweils anderen Antioxidantien. Beispiele hierfür sind die Vitamine C und E. Vitamin E ist sehr reaktionsfreudig und daher hochgradig antioxidativ. Vitamin C regeneriert das Vitamin E, wenn es oxidiert ist. Daher sollte man auf eine ausgewogene Ernährung achten, die alle genannten Antioxidantien beinhaltet. So verstärken sich die Wirkungen der Antioxidantien.

Die folgenden Lebensmittel (nur ein Auszug) sind reich an Antioxidantien:

Chlorella-Alge, Knoblauch, Kohl, Brokkoli, Ingwer, Nüsse, Grüner Tee, Kerbel, Petersilie, Zwiebel, Zitrusfrüchte, Leinsamen, Vollreis, Tomaten, Öle (Hanf-, Kürbiskern-, Sonnenblumenkern-, Traubenkern und Weizenkeimöl), Rosmarin, Minze, Gurke, Spargel, Basilikum und  Kakao, oder Wildkräuter, wie etwa Brennnessel sowie Kapuzinerkresse.

Weiterhin grundsätzlich empfehlenswert ist frisches Obst und frisches Gemüse. Und, in Maßen: Rotwein und sehr kakaohaltige Schokolade, möglichst rein pflanzlich (ohne Milchzusätze).

Natürlich sollte immer auf die Qualität der Produkte geachtet werden. Denn Obst und Gemüse vom Discounter, welches mit Pestiziden gespritzt ist und bestrahlt wurde, ist keine vollwertige Versorgung und richtet mehr Schaden an als dass es von Nutzen ist. Bei konventionellen Produkten liegt die Belastung mit Pestiziden im Mittel 60 Mal höher als bei Bio-Produkten. Demnach sollte bei Obst und Gemüse grundsätzlich auf Bio Qualität geachtet werden. Bio Obst und Gemüse wird nicht bestrahlt, doch auch biologische Lebensmittel können mit Umweltgiften aus Abgasen oder auch mit Bakterien belastet sein. Deshalb ist auch hier die Qualität entscheidend und die beste Qualität bekommt man beim Bio Bauern in der eigenen Region. Hier ist die Schwermetallbelastung am geringsten und durch die kurzen Transportwege sind mehr Vitamine, Mineralstoffe und essenziellen Aminosäuren noch vorhanden, als in Produkten mit langen Transportwegen. Obst und Gemüse sollte grundsätzlich sehr frisch gekauft und schnell konsumiert werden, um die bestmögliche Verfügbarkeit enthaltener Vitamine zu gewährleisten, da die Nährstoffdichte mit zunehmendem Alter des Lebensmittels abnimmt.

 

Aloe Vera

Aloe Vera

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Die Aloe Vera ist schon seit der Antike als Pflanze mit außerordentlich positiver Wirkung auf den Körper und als Quelle für Schönheit sowie Beitrag zum allgemeinen Wohlbefinden bekannt. Sie wird von vielen als das größtes Geschenk, das Mutter Erde seinen Lebewesen vermacht hat, und als wertvoller Schatz betrachtet.

 

Öle

Öle

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Besonders Diäten predigen, Fett zu meiden und nur dies oder das zu sich zu nehmen, um schlank zu werden. Wobei nicht selten der eine dem anderen Trend diametral widerspricht und die Ratsuchenden im Regen der Widersprüchlichkeit allein stehen lässt. Dabei sind gute Fette sehr wichtig für unseren Organismus. Und gute Fette meint gute Pflanzenöle. Sie dürfen und sollen reichlich verzehrt werden, bringen nicht nur wichtige Vitamine mit, sondern auch jede Menge guten Geschmack und andere wertvolle Inhaltsstoffe.

 

Ingwer

Ingwer

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Besonders die asiatische Küche verwendet Ingwer traditionell in ihren Gerichten. Frisch, getrocknet und pulverisiert oder als Tee. Er ist Bestandteil vieler Gewürz- und Curry-Mischungen. Zudem ist er Bestandteil des Ginger Ale und Ingwerbieres.

 

Mineralstoffe

Mineralstoffe

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Unter Mineralstoffen werden anorganische Verbindungen zusammengefasst, die sowohl den pflanzlichen, als auch den tierischen Organismen als Bau- und Wirkstoffe dienen. Sie werden aus dem Erdboden – wo sie in Gesteinen, Erzen und Mineralien, aber auch in gelöstem Wasser vorkommen – durch die Wurzeln der Pflanzen aufgenommen und über den Fressvorgang von tierischen Organismen – also auch vom Menschen –aufgenommen. Es wird zwischen drei Gruppen von Mineralstoffen unterschieden.